Nein! Auch wenn es vielleicht so aussieht, geht es uns nicht vordergründig darum, etwas abzuschaffen, das als Kontrollinstrument und vierte Gewalt im Staat gedacht war.

Unsere Demokratie braucht eine freie, unabhängige und funktionierende Presse- und Medienlandschaft, die investigativ sowie ohne Skrupel vor Amt und Würden berichtet und recherchiert. Dies muss gemäß dem Pressekodex erfolgen und da die Menschen, die im Zeitalter des Informationsüberflusses diese Arbeit leisten, auch von etwas leben müssen, kann hier nur eine gemeinsame Finanzierung in Betracht gezogen werden. Wir sind gerne bereit, für eine Leistung, die wir direkt nutzen und von der wir alle profitieren, auch etwas zu bezahlen.

Allerdings müssen wir die bisherigen Versuche der bewussten Manipulation, die bis zur Täuschung reichen, und die Verschwendung von Milliarden für intransparente, zweifelhafte Programme und Projekte sowie die „goldenen Löffel“ für unsere Intendanten ablehnen. Unser Gewissen lässt uns keine andere Möglichkeit, als uns dieser Form des Zwangsbeitrags zu widersetzen. Aufgrund unserer Recherche und der Erfahrungen mit diesen Medien sehen wir ernsthafte Gefahren für unsere Demokratie. Deswegen haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, auch Dich zu überzeugen, um hier gemeinsam ein Zeichen zu setzen!

Dies tun wir nicht, um das System der Öffentlich-Rechtlichen gänzlich abzuschaffen, sondern um endlich eine Veränderung zu erreichen! Wir sind uns sicher, dass es bessere Modelle als das des Zwangsbeitrags gibt und Meinungspluralität, Meinungsfreiheit und eine unabhängige Berichterstattung nicht mehr nur durch Klagen oder Beschwerden zurückgewonnen werden können, sondern nur, wenn auch Du aktiv wirst!

Heutzutage sollte es auch im Bereich des Rundfunks möglich werden, eine demokratische Teilhabe der Bürger zu gewährleisten. Dazu wäre es sogar sinnvoll, uns Bürger bereits regional einzubeziehen. Ein Bürgerrundfunk würde der Unabhängigkeit wie auch der Mitgestaltung mehr als genügen und einen echten Mehrwert für unsere Gesellschaft darstellen. Auch in den Rundfunk- und Verwaltungsräten unserer Sender sollte es die Möglichkeit zur Mitgestaltung geben. Denn nur so kann der Rundfunk seinem eigentlichen Auftrag nachkommen und dabei stets auch dem Demokratiegedanken entsprechen.