Die globale Verstrickung

Die Berichterstattung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk findet meistens pro-NATO, also pro-USA statt. Dies lässt sich mittlerweile nicht nur empirisch belegen, auch einige bekannte Vertreter finden sich in den Organisationen wieder, deren geopolitische Ausrichtung absolut eindeutig ist. ARD, ZDF und Co. sind zwar angeblich unabhängig, eine klare Ausrichtung lässt sich aber stets erkennen und umfasst mittlerweile nicht nur die öffentlich-rechtlichen. Auch andere Leitmedien sind davon betroffen und vermitteln uns stets ein einheitliches Feindbild.

Zunächst einmal wäre da die Atlantik-Brücke zu nennen. Dieser eingetragene Verein, existiert bereits seit 1952 und hat es sich zur Aufgabe gemacht eine wirtschafts-, finanz-, bildungs- und militärpolitische Brücke zwischen der USA und der Bundesrepublik Deutschland zu schlagen. Zu ihren Mitgliedern zählen heute über mehrere hundert der führenden Persönlichkeiten aus Bank- und Finanzwesen, Wirtschaft, Politik, Medien und Wissenschaft. Die Atlantik-Brücke fungiert als Netzwerk und privates Politikberatungsinstitut.
Sicherlich ist daran erst mal nichts verwerfliches. Wenn jedoch Vertreter der Medien wie Claus Kleber, in dieser Organisation tätig sind und dabei sogar hohe Ämter ausüben (Kuratoriumsmitglied), solltest Du dich fragen wie es um deren Unabhängigkeit bestellt ist. Diese Vereinigung bekennt sich ganz klar zur NATO und hat somit eindeutig militärpolitische Interessen, nämlich die gleichen wie die USA.
Mit dem “Young Leaders” Programm sorgt der Verein auch gleich entsprechend für den Nachwuchs und zieht sich somit (vor-)geprägte junge Führungskräfte. Diese werden sich sicherlich auch nahtlos in die allgemeine geopolitische Strategie einfügen.

Da im Zeitalter von digitaler Revolution und Big Data, entsprechende Analysen durchgeführt werden können, möchten wir dazu auch auf die Forschungsergebnisse von Swiss Propaganda Research verweisen. Diese Organisation hat es sich zur Aufgabe gemacht eine Analyse und Einordnung unserer Massenmedien vorzunehmen, und es überrascht uns gar nicht, wo sich ARD und ZDF dabei wiederfinden. Die NATO-Konforme Berichterstattung ist oftmals mehr als offensichtlich, aber dadurch dass es eher wenige Medien gibt die eine andere Berichterstattung verfolgen und diese somit aus verschiedenen Richtungen auf uns einwirkt, fällt es uns eher selten auf. Dennoch sind die Belege dafür vorhanden und zeigen uns eindrücklich die Verknüpfung unserer Leitmedien mit amerikanischen Thinktanks. Anhand der Daten kannst Du eine eindeutige geopolitische Ausrichtung erkennen, die nicht nur ARD und ZDF umfasst. Auch andere Leitmedien sind entsprechend positioniert und sorgen dafür, dass Dir in den Medien ein einheitliches Bild vermittelt wird, nämlich zu Gunsten der NATO und der USA.

In den Medien wie auch in der Politik wird zunehmend mit klassischen Rollenbildern wie Gut und Böse gearbeitet, um weiterhin Kriege und andere Einsätze zu rechtfertigen. Diese finden zwar hauptsächlich ohne Bundestagsmandat, beziehungsweise ohne UN-Mandat statt und damit entgegen dem Völkerrecht, aber die Medienindustrie sorgt mit Ihrer Berichterstattung für eine breite Akzeptanz. Das Imperium USA poliert dabei ihr eigenes Image nachweislich auf, um auch weiterhin den entsprechenden Rückhalt in der Bevölkerung zu erreichen. Waren es im Jahr 2009 noch ca. 27.000 PR-Berater 1, wurden es in vergangener Zeit sicher nicht weniger und sie werden auch weiterhin alle Hände voll zu tun haben. Mit dem mit Abstand größten Rüstungs-und Militärbudget 2, den meisten Armeebasen in anderen Ländern 3 und der größten Flotte an Flugzeugträgern ist der Kurs auch weiterhin klar bestimmt.
Amerika wird seine Vormachtstellung auch weiterhin mit allen Mitteln erhalten wollen, und um diesen Kampf zu gewinnen, wird auch weiterhin mit Propaganda gearbeitet. Diese sorgt dann dafür, der eigenen Bevölkerung die Angriffskriege als notwendiges Übel zu verkaufen und diese somit entsprechend ruhig zu stellen. Die globale Meinung die unsere öffentlich-rechtlichen Sender vertreten, ist keineswegs humanitär oder auf Frieden ausgelegt und Organisationen und Think-Tanks wie die Atlantik-Brücke, tragen ihren Teil mit dazu bei. Heutzutage werden Kriege nicht nur mit Waffen, sondern auch mit medialer Gewalt geführt, um diesen ganzen Wahnsinn überhaupt noch rechtfertigen zu können.