Der vollumfassende Weg wird Dir zwar die meiste Arbeit bereiten, Dir aber auch einiges zurückgeben, wenn Du ihn erfolgreich bewältigt hast. Die Dokumente umfassen die Anträge, die Dich bis zum Widerspruchsbescheid führen werden, und natürlich das Wichtigste: Deine Klage gegen den „Unrechtfunk“!

Stufe 1 - Dein Härtefallantrag

Der erste Schritt des vollumfassenden Weges bis zur Klage besteht aus Deinem Härtefallantrag. Diesen stellst Du bei Deiner zuständigen Landesrundfunkanstalt. Dort beantragst du die Befreiung von der Rundfunkbeitragspflicht in einem besonderen Härtefall, gemäß RBStV § 4 Abs. 6 Satz 1.

Stufe 2 - Erste Reaktion der Rundfunkanstalt abwarten

Solltest Du von deiner Landesrundfunkanstalt nur ein einfaches Antwortschreiben erhalten (gemäß Möglichkeit 3), das weder als Bescheid betitelt ist, noch eine Rechtsbehelfsbelehrung enthält, musst Du leider noch einmal etwas nachdrücklicher um die ordnungsgemäße Bearbeitung Deines Antrags bitten. Auch wenn sich die Landesrundfunkanstalt dagegen sträubt und Dir dies mit ihrem einfachen Antwortschreiben zeigen möchte, gibt es keinen Grund, Dir einen rechtsgültigen Bescheid zu verweigern.

Stufe 3 - Widerspruch gegen ablehnenden Bescheid verfassen

Nachdem dir Deine Landesrundfunkanstalt den rechtsgültigen Ablehnungsbescheid zu Deinem Härtefallantrag geschickt hat, musst Du diesem widersprechen. Du erkennst den Bescheid daran, dass eine Rechtsbehelfsbelehrung enthalten ist und er explizit als Bescheid betitelt wird. Die wichtigsten Informationen zum Widerspruch findest Du noch einmal in der Rechtsbehelfsbelehrung aufgelistet. Diese befindet sich meist auf der Rückseite bzw. am Schluss des Schreibens.